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 © Homepage der  Ayurveda- Onlinepraxis -  Leitung: Andreas E. A. Caliebe

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»Shatavari«

[Hindi / Sanskrit]

 

© 2007    Zusammenstellung 

von Andreas. E. A. Caliebe (ayur. med. / ayurvedische Medizin)

 

Letzte Bearbeitung am Montag, 09. Januar 2012 06:40:09

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Botanischer Name lateinisch: Asparagus racemosus

Familie: Liliaceae - Liliengewächse

Andere volkstümliche Namen: Wilder Spargel, Spargelkraut, "Hundert Ehemänner", "mit 100 Wurzeln" (Übersetzungen aus dem Sanskrit), Shreta musli, Sufed musli

Allgemeiner Name: In Indien: Satawar, Shatavari, Shatawari,  Shatamuli, Vari, Englisch: Wild Asparagus 

Namensgeschichte: »Shatavari« ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet sinngemäß: "Die (gemeint eine Frau), die hundert Männer besitzt".

Asparagus racemosus

(Ganze Pflanze)

Photos: Vincent Koch (2005)

Asparagus racemosus

(Stengel mit  Früchten)

Photo: Vincent Koch (2005)

Mehr Infos siehe Quellenangaben unten.

Botanik: Pflanzenbeschreibung

 Vorkommen:  

Der  Shatavari  (wilder Spargel) ist in vielen Teilen Asiens, Australiens, Chinas, Indiens, Japans, Westafrikas beheimatet. Es ist mehrjährige Pflanze, die bis zu 7 Meter groß werden kann. Verwendeten Pflanzen kommen auch aus dem Westhimalaja, aus Himachal Pradesh und aus der Region Kumaun.

asparagus-racemosus1.jpg

Asparagus racemosus (Zweig)

 Weiteres Vorkommen:  Die Pflanze wächst im Himalaya an Hängen meist in sonniger Südlage. Man sagt: Bis zu 1.200 Metern, östlich von Kaschmir. Man findet sie aber auch in Laubwäldern und entlang von Flußufern oder Senken, sowie an sonnenwarmen Hängen (...in Westchina bis in Höhen von 2.200 Metern). Aus den weißen duftenden Blüten entwickeln sich rote Beerenfrüchte.

 Blütezeiten, Erntezeiten, Frucht und Fruchtform (Samen):  

Die Pflanze kann im Frühjahr durch Aussaat gezüchtet, kultiviert und vermehrt werden. Sie bevorzugt einen wasserdurchlässigen und nährstoffreichen Boden, - ist robust aber dennoch frostempfindlich.  Shatavari blüht in den Monaten Juli bis August. Die Pflanzenblüten sind zwittrig (weiblich und männlich) und werden weitgehend von Bienen bestäubt.

Verwendete Pflanzenteile, Eigenschaften, Forschung, Studien

 Drogen und Inhaltsstoffe, Verwendung:

Als Drogen werden die Rhizome verwendet. Rhizome bezeichnet man in der Botanik ein meist unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes Sprossachsensystem. Sie enthalten verschiedene Saponine. Die Wurzeln der   Shatavari  - Pflanze werden seit Jahrtausenden wegen ihrer stärkenden und verjüngenden Wirkung geschätzt.

In alten Schriften wird  Shatavari  auch wegen seiner positiven Wirkung auf das Gedächtnis erwähnt. Einige der Pflanzensubstanzen fördern die Intelligenz und die Abwehrkräfte, sowie die Jugendlichkeit.  Shatavari  wird auch deshalb als »Ginseng für Frauen« bezeichnet. 

Die Wurzeln werden schon seit Jahrtausenden wegen ihrer stärkenden und verjüngenden Wirkung geschätzt. In alten Schriften wird es erwähnt wegen seiner positiven Wirkung auf das Gedächtnis, die Intelligenz und die Förderung der Abwehrkräfte und die Jugendlichkeit. Diese Wurzelknollen werden in der Region Kumaun (Indien) in Essig eingelegt. Die jungen Eintragfäden werden als Gemüse gegessen.

In der ayurvedischen Medizin ist Shatavari die wichtigste Droge zur Behandlung von Frauenleiden. Als Drogen werden die Rhizome und Blätter verwendet. Sie enthält verschiedene Saponine. 

Die Pflanzenstoffe werden z. B. bei

- Unfruchtbarkeit,

- Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden und

- zur Steigerung der Libido

verwendet. Es ist das wichtigste Verjüngungsmittel für Frauen. 

 Shatavari  eignet sich als Tonikum während der Schwangerschaft und kann bei Magengeschwüren und auch gegen Übersäuerung eingesetzt werden. Äusserlich eingesetzt bringt es Linderung bei Hautkrankheiten und zur Wundbehandlung.

Die australischen Aborigines verwenden  Shatavari  auch bei Verdauungsproblemen und äusserlich zur Wundbehandlung. In Asien ist   Shatavari  empirisch als Aphrodisiakum bekannt.

Die indische Spargelwurzel  Shatavari racemosus  sowie die Süßholzwurzel, das Sandelholz in Kombination werden von erfahrenen Praktikern in ausgeglichenen, synergistischen Kombinationen verwendet, um Libidoprobleme, Reizbarkeit, Stimmung Schwingen und andere menopausal Symptome abzuschwächen und zu dämpfen.

Zubereitung

Zur Anwendung als Aphrodisiakum oder zur Stärkung wird  Shatavari  mit Ghee (indischer Butterschmalz) und Mich gekocht. Dazu gibt man noch etwas Honig, langer Pfeffer und Zucker hinzu.

Auch Ölauszüge sind möglich. Bei Durchfall oder Verdauungsstörungen wird eine Abkochung der Wurzel in Milch gegeben.

Zur äusserlichen Anwendung bei Hautproblemen werden die Blätter gekocht und mit Ghee (indischer Butterschmalz) eingerieben und dann auf die Haut aufgelegt. 

Gegenanzeigen (Empirik): 

 Shatavari- Präparate  sollten nicht während Durchfallerkrankungen und bei Husten, bedingt durch eine Erkältungserkrankung, angewendet werden.

Chemische Zusammensetzung, Aufbau, aktive Bestandteile

Steroidsaponine, bekannt als shatavarins I-IV. Shatawarin I ist das Hauptglykosid mit 3 Glukose- und Rhamnosehälften, die zum sarsasapogenin angebracht werden, während shatavarin-IV enthält Alkaloide, Proteine, Stärke und Gerbsäure.

Isoflavone einschließlich das 8 methoxy-5,6,4'- trihydroxyisoflavone 7-O-beta-D-glucopyranoside. Asparagamine, ein polyzyklisches Alkaloid. Racemosol, ein zyklischer Kohlenwasserstoff (9,10-dihydrophenanthrene).
Polysaccharide, Schleim ist in den Wurzeln nachweisbar.


 

 Kulturelle Verwendung:  Zur Zeit noch keine bekannt!

 

 Weitere Anwendungen:  Zur Zeit noch Keine bekannt

* * *

 

Grundsätzliche Studien zur medizinischen Anwendung

von Shatavari- Wirkstoffen:

Auszug- Text:

"Viele ayurvedische Krauter werden inzwischen wegen ihrer besonderen Eigenschaften auch von modernen Wissenschaftlern anerkannt. In diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant, eine neuere wissenschaftliche Untersuchung zu zitieren, in der sich eine Gruppe moderner Pharmakologen in Indien mit der ayurvedischen Verjüngungskur (Rasayana) beschäftigt hat.

Die Forscher haben für ihre experimentelle Studie fünf Pflanzen ausgewählt:

- Ashwagandha (Withania somnifera),

-  Shatavari  (Asparagus racemosus),

- Haritaki (Terminalia chebula),

 - Pippali oder langer Pfeffer (Piper longum) und

- Guduchi (Tinosporia cordifolia).

Die Untersuchung kommt zu folgendem Schluß:

"Aufgrund unserer experimentellen Ergebnisse gehen wir davon aus, daß die Rasayanas (verjüngende Substanzen) des Ayurveda die Körperfunktionen harmonisieren, indem sie die neuro- endokrinen Immunfunktionen beeinflussen.

Sie stärken die allgemeine Abwehr, indem sie das Immunsystem stimulieren, wie es auf ähnliche Weise auch in der "Prohost- Therapie" geschieht. Es ist wohl bekannt, welche Rolle Streß und Emotionen bei Fehlfunktionen des Immunsystems spielen, und auch, welche Bedeutung Streß bei der Entstehung vieler Krankheiten hat.

Es scheint deshalb nachvollziehbar, daß eine erhöhte Immunkompetenz die Qualität der Gewebe verbessert, so daß sie bei äußerem und innerem Streß weniger Schaden nehmen"

Ayurveda Revisited

Dr. Sharadini A. Dahanukar und

Dr. Urmila M. Thatte, Bombay, Indien).

Quelle:

http://www.deutsches-fachbuch.de/reinschauen/4c/342687279x.htm

Stand: Montag, 09. Januar 2012

 

* * *

 Qualitätsprüfung:

Regelmäßig durchgeführte Schadstoffkontrollen haben seit Jahren ergeben, dass alle gemessenen Werte unter der Nachweisgrenze liegen. Bei den Laboruntersuchungen nach Schwermetallen wurden keine Belastungen nachgewiesen.

Von div. indischen Firmen und Herstellern wird inzwischen besonders Wert auf die Feststellung gelegt, daß auch vor der Verarbeitung strenge, regelmäßige Qualitätskontrollen erfolgen, um  evtl. Verunreinigungen durch Schädlingsbekämpfungsmittel und Schwermetalle auszuschließen. Dieses wird durch strenge, mikrobiologische Prüfungen gewährleistet. Dadurch wird auch sichergestellt, daß Produkte die von der WHO (World- Health- Organisation) vorgegebenen Standards einhalten.

Empirik und Anwendungen (aus verschiedenen Quellen)

Empirische, internationale Erfahrungen und Beobachtungen bei ayurvedischer Anwendungen von   Shatavari - Substanzen

Shatavari ist besonders bei Frauen angezeigt, die frühzeitig gealtert sind oder unter Osteoporose leiden. Es ist ein verjüngendes Tonikum (Rasayana) besonders für die weiblichen Fortpflanzungsorgane und die Knochen. Nach Gebärmutterentfernung ist  Shatavari  hervorragend zur postoperativen Nachheilung geeignet.

Die Rhizompflanzen haben meist eine beruhigende und kräftigende Wirkung auf die Atmung, den Kreislauf, die weiblichen Geschlechtsorgane und die Verdauung. Ausserdem wirken sie je nach Dosierung mehr oder weniger stark...

- appetitanregend,

 - aphrodisierend,

 - entwässernd,

 - entzündungshemmend,

- milchbildend,

- wundheilend und

- die Samenproduktion (Eierstockfunktion) anregend.

Sie sind zudem nahrhaft und haben eine positive Wirkung auf den Feuchtigkeitshaushalt und fördern das Wachstum. 

 Shatavari  zum Einnehmen:

Zusammensetzung: Asparagus racemosus 450 mg
Dosierung: 2 mal täglich eine (1) Tablette

 

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 Shatavari  ist empirisch bei folgenden Indikationen angezeigt:

- Unfruchtbarkeit

- Rückgang der Libido

- Wechselbeschwerden

- Überschuss an Magensäure

- Magengeschwüren

- Bronchiale Infektionen

- Austrocknungen

- Lungenabszessen

- Erbrechen von Blut

- Husten

- Regenerationsprozesse

- Krebs

- Herpes

- Leukorrhoe

- Chronisches Fieber

 Shatavari  ist beruhigend, stärkt und wirkt in erster Linie auf die Blutzirkulation, die Nahrungsverdauung, das Atmungssystem und die weiblichen Geschlechtsorgane.

 Shatavari  hat eine wirksame, beruhigende Wirkung auf die ausgetrockneten Schleimhäute der Lunge, des Magens, der Nieren und der Geschlechtsorgane.

Neben der Stärkung der Schleimhäute stärkt  Shatavari  die Eierstöcke, versorgt die Eizellen mit Nährstoffen, reinigt und versorgt das Blut und fördert die Milchbildung.

 Zusammenfassung /Ergebnisse aus div. Vergleichsstudien:

Zur Zeit noch keine vorhanden

 Klinischen Studie bei Patienten:

Siehe HP. - Quellenangaben

Produkte im Handel

Shatavaridose.jpg

Zum Einnehmen

Zum Einnehmen

Zum Einreiben (Einmassieren)

 Shatavari  - Öle

Besonders hochwertige Öle werden mit einem Maximum von frischen Shatavari- Blättern zubereitet und bedürfen dazu eines langwierigen Kochprozesses. Frische Shatavari- Blätter dürfen aber nur mit geringer Hitze verarbeitet werden, damit die Wirkung dieser Pflanze erhalten bleibt.

 

Zusammensetzung:

Siehe Angaben des Herstellers

Dosierung:

Siehe Angaben des Herstellers

Hinweise:

Siehe Angaben des Herstellers

Nebenwirkungen: 

Bei Normaldosierung sind bisher keine Nebenwirkungen oder Allergien bekannt geworden.

Gegenanzeigen: 

Es wurden bisher keine Gegenanzeigen bekannt

Einschränkung: Es sollte die genaue Dosierung beachtet werden!

Quellen

Mit Google ist auch eine jeweilige, automatische, einigermaßen verständliche Übersetzung vom Englischen ins Deutsche möglich.

http://www.seva-ayurveda.de/shop/product_info.php?info=p1639_Seva-Shatavari-Thailam-200-ml.html

Ausführliche Beschreibung (in Englisch)

http://www.pfaf.org/database/plants.php?Asparagus+racemosus

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Literatur, PDF- Download

 

David Frawley
Das große Ayurveda-Heilungsbuch
Prinzipien und Praxis, 495 Seiten Seiten
Droemer Knaur
EUR 10.95

Hans Heinrich Rhyner, Edith Ch. Kiel
Das neue Ayurveda Praxis Handbuch
Gesund leben, sanft heilen
5. Auflage von 2004, 607 Seiten, Zahlr., meist farb. Abb., Tab., Ktn.-Skizz., Gebunden
AGM AG Müller Urania | ISBN: 3038190497
33.00 EUR

* * *

Aldo Poletti; Prof. Dr. Heinz Schilcher; Dr. Alfred Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2

Prof. Dr. Hans Flück: Unsere Heilpflanzen, Ott-Verlag, Thun 1941.

Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.

Prof. Dr. Heinz Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9.

Jaques De Sloover, Martine Goossens: Wildpflanzen (Gewürzkräuter und Heilpflanzen); Benziger Verlag, 1982; ISBN 3 545 34025 2.

M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Bechtermünz Verlag 2002; ISBN 3-8289-1839-5.

Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.  

Max Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2002.

Weitere Literatur (kurze Inhaltsangaben):

- Rhyner, Frohn: Heilpflanzen im Ayurveda, AT-Verlag 2006

- Sandi Suwanda - Li Tian: Chinesische Arzneimitteltherapie; Hippokrates Stuttgart, 2005

- Van Wyk, C. Wink; M. Wink: Handbuch der Arzneipflanzen; 2004; Wissenschaftliche Verlags GmbH, Stuttgart

- Ingrid und Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen;Kosmos Verlag Stuttgart, 2004

- Brendler - Gruenwald - Jaenicke; Heilpflanzen-CD-ROM; Medpharm Scientific Publishers 2003

- Fintelmann, V; Weiss, R.F.: Lehrbuch der Phytotherapie; 11. Aufl. 2006; Hippokrates Verlag, Stuttgart

- Frohne, D.; Jensen: Heilpflanzenlexikon; 7. Aufl. 2002; Wissenschaftliche Verlags GmbH, Stuttgart

- Jänicke - Grünwald - Brendler: Handbuch Phytotherapie, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2003

- Wichtl, M.: Teedrogen und Phytopharmaka, 4. überarb. Aufl. 2002; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart

- Zeitschrift für Phytotherapie, Hippokrates-Verlag

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Letzte Aktualisierung: Montag, 09. Januar 2012 06:40:09